Der IT-Security Lösungstag 2026 von comTeam hat eindrucksvoll gezeigt, worauf es in der modernen IT-Security heute wirklich ankommt: auf vollumfängliche Strategien, belastbares Expertenwissen und starke Netzwerke. „IT-Sicherheit ist heute kein optionales Add-on mehr, sondern ein zentraler Bestandteil unternehmerischer Verantwortung – nur wer ganzheitlich denkt und vernetzt handelt, kann sich nachhaltig schützen“, bringt es Michael Seebach, Partnermanager bei comTeam und Organisator des Lösungstages, auf den Punkt.
Die Veranstaltung, die am 25. März 2026 online stattfand, machte deutlich, wie hoch der Handlungsdruck für Unternehmen und IT-Dienstleister inzwischen ist. Mit dem Inkrafttreten der NIS2-Richtlinie und der weiter steigenden Zahl erfolgreicher Cyberangriffe wird IT-Sicherheit zunehmend zur strategischen Führungsaufgabe.
Im Mittelpunkt des Thementags stand die Frage, wie sich ein ganzheitliches IT-Security-Konzept aufbauen und nachhaltig umsetzen lässt. Bereits die Experten-Keynote von Peter Vahrenhorst verdeutlichte die Dimension der aktuellen Bedrohungslage. Der langjährige Cybercrime-Spezialist des LKA NRW zeigte eindrucksvoll auf, wie sich Cyberkriminalität von digitalen „Lausbubenstreichen“ der 1990er-Jahre zu einem hochprofessionellen, arbeitsteilig organisierten Geschäftsmodell und zu einem Instrument staatlicher Machtpolitik entwickelt hat. Seine Praxisberichte machten deutlich, wie strategisch und wirtschaftlich motiviert Angreifer heute vorgehen – und welche Konsequenzen sich daraus für die Sicherheitsstrategie von Unternehmen ergeben.
Im anschließenden Panel-Talk diskutierten Laura Wünsche von eye Security und Sandra Balz, Bereichsleiterin des Security-Netzwerk kiwiko, die zentralen Bausteine eines umfassenden IT-Security-Konzepts. Im Fokus standen technologische und organisatorische Aspekte, aktuelle Angriffsszenarien sowie die Rolle spezialisierter Security-Dienstleister. Deutlich wurde: Ein wirksames Sicherheitskonzept vereint Prävention, Detektion, Reaktion und kontinuierliche Weiterentwicklung. Im weiteren Verlauf zeigten Moritz Cramer und Denis Rosa (ESET), wie KI-basierte Schutzmechanismen Unternehmen effektiv vor Ransomware, Phishing, Zero-Day-Bedrohungen und gezielten Angriffen schützen können. Ergänzend wurde die Bedeutung eines rund um die Uhr verfügbaren Security Operations Centers (SOC) für eine proaktive Sicherheitsstrategie hervorgehoben. Jörn Rauchbach (Reiner SCT) verdeutlichte, dass Sicherheit bereits beim Zugang beginnt: Passwort-, Zugriffs- und Zutrittsmanagement bilden grundlegende Säulen eines jeden Sicherheitskonzepts – insbesondere angesichts wachsender regulatorischer Anforderungen. Katja Dahl (WatchGuard) zeigte, wie sich Unternehmen und Managed Service Provider mit integrierten, KI-gestützten Plattformlösungen strategisch aufstellen können. Im Mittelpunkt stand die Verzahnung von Netzwerk-, Plattform- und Endpunktsicherheit in einer zentralen Architektur.
Das Thema Cyber Protection und Geschäftskontinuität griff Jonas Denninger (Acronis) auf. Vorgestellt wurden hochsichere Backup-Strategien sowie integrierte Cyber-Security- und Managementlösungen, die im Ernstfall eine schnelle Wiederherstellung und minimale Ausfallzeiten ermöglichen. Henrik Jirmann (Wortmann AG) betonte ergänzend die Bedeutung redundanter Sicherheitsmechanismen wie Cloud-Backups und Notfallservices – etwa im Rahmen des TERRA Notfallservice – als zusätzlicher Schutz innerhalb einer umfassenden Sicherheitsstrategie. Auch die physische Sicherheit wurde als wichtiger Bestandteil beleuchtet: Axis Communications zeigte, wie Videoüberwachung, Zutrittskontrolle und Perimeterschutz in moderne Sicherheitsarchitekturen integriert werden können. Abgerundet wurde das Programm durch Beiträge von IONOS zu hochverfügbaren Hosting- und Cloud-Infrastrukturen als Basis digitaler Resilienz. Zudem erläuterte Joachim Seibold (Giritech), wie Zero-Trust-Ansätze, Modern-Workplace-Konzepte und sichere Remote-Access-Lösungen – unter anderem mit Thinfinity Workspace – IT-Sicherheit und Mobilität sinnvoll verbinden.
Der IT-Security-Lösungstag 2026 hat damit ein starkes Signal gesetzt: Entscheidend ist nicht mehr, ob sich Unternehmen mit IT-Sicherheit beschäftigen, sondern wie professionell, strukturiert und umfassend sie dies tun. Michael Seebach und Sandra Balz, die die Veranstaltung gemeinsam organisiert haben, ziehen ein positives Fazit und unterstreichen ihren Anspruch, Unternehmen und IT-Partner auch künftig mit gebündelter Expertise, praxisnahen Formaten und starken Netzwerken bei der Bewältigung der wachsenden Sicherheitsanforderungen zu unterstützen.

