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DEALERS ONLY Interview mit Bastian Weimer, HP

Im Gespräch mit Bastian Weimer, 3D Printing Channel Manager, Deutschland, HP Inc.

Mehrere Prototypen an einem Tag in 3D drucken und das inhouse – dies soll das neue Druck-Portfolio um die Serien HP Jet Fusion 300/500 ermöglichen. DEALERS ONLY sprach über die Innovationen dieser neuen 3D-Drucker und das damit einhergehende neue 3D-Druck-Reseller-Programm mit Bastian Weimer.

DEALERS ONLY: Herr Weimer, HP hat sein bestehendes 3D-Druck-Portfolio um die Serien HP Jet Fusion 300/500 erweitert. Für wen wurden diese konzipiert?
Bastian Weimer: Mit der neuen HP Jet Fusion 300/500 3D-Drucklösung ermöglichen wir Produktentwicklungsteams kleiner bis mittlerer Größe ebenso wie Design-Firmen, Start-ups, Universitäten und Forschungseinrichtungen den Zugang zu HPs führender Multi Jet Fusion-Drucktechnologie und damit den Einstieg in die 3D-Branche. Egal wie Komplex das Design und konkret die Farbanforderungen, dank der neuen 3D-Druckserie können Entwickler neue Designs und Anwendungen in ein- und demselben Prozess (Jet Fusion) entwerfen und produzieren.

DO: Was unterscheidet die neue 3D-Druckerserie von den ­3D-Industrielösungen Jet Fusion 3200/4200/4210?
BW: Während die Jet Fusion 3200/4200/4210 speziell für den industriellen Prototypenbau und die Produktion von Produkten in hohen Stückzahlen entwickelt wurde, eignet sich die Jet ­Fusion 300/500 3D-Drucklösung im Besonderen für die Herstellung hochwertiger technischer funktionaler Teile in Schwarz, Weiß und zum ersten Mal sogar in Vollfarbe. Dies wird bei der neuen Hardware durch den Einsatz von verschiedenen Agents möglich.

DO: Welche 3D-Teile lassen sich damit produzieren? Worin steckt die Innovation?
BW: Die Innovation der neuen Jet Fusion 300/500 3D-Drucklösung besteht vor allem darin, funktionale Teile wie Handyhüllen oder Modelle von Körperorganen bis ins kleinste Detail akkurat zu drucken – und das erstmals in Vollfarbe. Zudem handelt es sich bei dem Drucker um das weltweit erste integrierte und automatisierte System zur Materialzuführung, das einen autonomen Betrieb und eine einfachere Bedienung erlaubt. Dadurch werden sowohl Effizienz als auch Produktionsmenge drastisch erhöht. Ebenso haben wir mit dieser 3D-Druckserie eine kos­tengünstigere Lösung auf den Markt gebracht, die es nun auch kleineren Entwicklungsteams ermöglicht, die Vorteile des 3D-Drucks zu nutzen.

DO: Wie passt die neue Generation zu / in das bestehende ­Portfolio?
BW: Die neue Generation von kleineren Multi Jet Fusion-Druckern ist ein wichtiger Schritt für die digitale Transformation der Fertigung. Damit erweitern wir unser Angebot um kleine kostengünstigere Geräte für das Prototyping, die auf der gleichen Plattform wie die Drucker für die industrielle Produktion funktionieren. Damit erhalten zudem kleine und mittlere Produkt-Entwicklungsteams, Design-Firmen sowie Universitäten den Zugang zur Multi Jet Fusion-Technologie.

DO: Gleichzeit mit der neuen 3D-Druckerreihe wurde auch das 3D-Druck-Reseller-Programm fortentwickelt. Inwieweit werden die Partner durch HP unterstützt?
BW: Grundsätzlich wird es zwei Partner Tracks geben (Produktion und Prototyping). Ziel ist es, neue Branchen und Industriezweige anzusprechen, die Stand heute noch recht wenig bis kaum Berührung mit 3D-Druck haben. In Deutschland arbeiten wir aktuell mit vier Partnern zusammen: Kaut-Bullinger, Solidpro, 3D Experts und Conmatix. Bei jedem dieser Partner haben wir einen Showroom aufgebaut, in dem die Kunden sich von den Möglichkeiten des 3D-Drucks überzeugen und eigene Teststücke ausdrucken können. Zudem gibt es noch unser Business Development Partner Netzwerk. Hier arbeiten wir bereits heute mit Siemens und Materialpartnern wie Evonik, Henkel und BASF zusammen.

DO: Welche Neuerungen können Ihre Partner erwarten?
BW: Die HP 3D-Partner profitieren von einer intensiven inhaltlichen, wie auch technischen Betreuung durch HP. Entscheidende Faktoren für einen Partner sind einschlägige Erfahrung im 3D-Druckmarkt wie auch die geografische Lage.

DO: Was erwarten Sie von der zukünftigen Zusammenarbeit mit Dassault Systemes?
BW: Durch die klare und einfache Einbindung unserer Technologie in die Designsoftware wird der Druck von 3D-Teilen mittelfristig deutlich vereinfacht. Zudem beschleunigt es den Herstellungsprozess von Funktionsmustern, Prototypen und Produktionsteilen deutlich. Die Systeme sind direkt angebunden. Die Datenübertragung erfolgt somit direkt. Schnittstellen sind nicht mehr erforderlich.

 

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