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Nicht mal die Hälfte ändert Passwörter regelmäßig

Digitale Aufräummaßnahmen sind bei Nutzern in Deutschland weit verbreitet, wie eine aktuelle Kaspersky-Umfrage [1] zeigt: 77 Prozent löschen ihre Browserdaten und 76 Prozent entfernen nicht oder selten genutzte Apps. Sicherheitsrelevante digitale Routinen sind dagegen weniger verbreitet: Zwar aktualisieren 77 Prozent regelmäßig ihr Betriebssystem und ihre Apps, jedoch ändern nur 39 Prozent regelmäßig ihre Passwörter. Dabei kann digitales Aufräumen nicht nur mehr Speicherplatz schaffen und die Geräteleistung verbessern, sondern auch zum Schutz von Geräten und Daten beitragen.

Die durchschnittliche Bildschirmzeit einer Person beträgt vier bis sechs Stunden täglich, das entspricht ungefähr 70 Tagen im Jahr [2]. Dabei sammeln sich auf den benutzten Geräten fortlaufend temporäre Dateien, Fotos, Dokumente, alte Apps oder nicht mehr genutzte Onlinekonten an. Dieser digitale Ballast belegt Speicherplatz, erschwert die Übersicht und beeinträchtigt die Geräteleistung.

Und Nutzer in Deutschland scheinen sich dessen bewusst zu sein, denn viele ergreifen Maßnahmen zur Gerätebereinigung:
• 77 Prozent leeren ihre Browserhistorie, Cookies, den Cache und temporäre Dateien,
• 76 Prozent löschen nicht oder selten verwendete Apps,
• 72 Prozent entfernen Duplikate oder nicht benötigte Dateien wie Fotos, Videos und Dokumente,
• 71 Prozent verwalten oder löschen Fotos und Videos,
• 61 Prozent organisieren ihre Dateien und E-Mails durch Ordner, Filter und Benennung.

Dennoch gehört digitaler Hausputz nicht für alle Nutzer zur Routine: 16 Prozent geben an, ihre digitalen Daten nicht zu bereinigen.

Lückenhafte Sicherheitsroutinen
Zur digitalen Pflege gehören auch sicherheitsrelevante Routinen. Zwar aktualisieren 77 Prozent der Befragten regelmäßig ihr Betriebssystem und ihre Apps und tragen damit zum Geräteschutz bei, da Updates wichtige Sicherheitsfunktionen enthalten können. Andere Schutzmaßnahmen jedoch, die potenzielle Angriffsflächen reduzieren können, sind dagegen weniger verbreitet. So ändern nur 39 Prozent ihre Passwörter regelmäßig. Dabei lässt sich einer aktuellen Kaspersky-Analyse [3] zufolge mehr als die Hälfte aller Passwörter in weniger als einer Stunde knacken, wenn sie auf häufig verwendeten Zeichenfolgen basieren oder nicht ausreichend komplex sind. Ebenso überprüfen oder löschen nur 58 Prozent der Nutzer alte Onlinekonten, obwohl gerade vergessene Accounts, insbesondere bei wiederverwendeten Passwörtern, Cyberkriminellen als einfacher Einstiegspunkt dienen können. Nur 40 Prozent entfernen gespeicherte Zahlungsmethoden – eine Maßnahme, die finanzielle Schäden reduzieren kann, falls ein Konto kompromittiert wird.

Darüber hinaus verschieben zwar 52 Prozent der Befragten Dateien auf einen externen Speicher oder in einen Cloud-Dienst, regelmäßige Backups wichtiger Dateien wie Dokumente oder Fotos erstellen jedoch lediglich 38 Prozent. Zudem überprüfen oder aktualisieren nur 18 Prozent der Befragten App-Berechtigungen und Privatsphäre-Einstellungen.

„Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als erfordere es erheblichen Aufwand und ein fast tägliches Handeln, um Geräte von digitalem Ballast freizuhalten“, kommentiert Vladimir Nestor, leitender Sicherheitsforscher im Global Research & Analysis Team (GReAT) von Kaspersky. „Das Geheimnis liegt jedoch darin, ein System aufzubauen, das stark auf Automatisierung setzt. So führt beispielsweise die Begrenzung der mobilen Datennutzung für Messenger und andere Anwendungen dazu, dass Hintergrundaktivitäten reduziert, der Zufluss unnötiger Inhalte eingeschränkt und eine bewusstere Steuerung des digitalen Konsums ermöglicht wird. Ebenso übernehmen Tools wie Passwort-Manager oder in Sicherheitslösungen integrierte Cleanup-Funktionen den Großteil der digitalen ‚Aufräumarbeit‘, schützen wertvolle Daten und gewährleisten die Sicherheit der Geräte.“

Kaspersky-Tipps für eine digitale Aufräumroutine
• Software regelmäßig aktualisieren: Eine Lösung verwenden, die regelmäßig nach Updates sucht, diese für bekannte Anwendungen automatisch herunterlädt und installiert. Wenn eine manuelle Aktualisierung erforderlich ist, sollten Nutzer entsprechend benachrichtigt werden.
• Automatische Backups einrichten: Regelmäßige Sicherungskopien wichtiger Dateien erstellen und kritische Daten an mehreren unabhängigen Speicherorten ablegen. Backup-Kopien können auf Wechseldatenträgern oder verschlüsselt in Cloud-Speichern abgelegt werden.
• Alte Konten und gespeicherte Zahlungsmethoden regelmäßig überprüfen und löschen: Vergessene Accounts können, insbesondere bei wiederverwendeten Passwörtern, Cyberkriminellen als einfacher Einstiegspunkt dienen und so Account-Übernahmen und Datenlecks begünstigen.
• Digitale Aufräumarbeiten automatisieren: Doppelte und große Dateien auf Windows-PCs sowie nicht genutzte Apps auf Android-Geräten entfernen, zum Beispiel mit der Performance-Funktion in Kaspersky Premium [4].
• Apps vollständig deinstallieren: Unerwünschte Anwendungen inklusive zugehöriger Dateien entfernen, die bei einer standardmäßigen Löschung in den Papierkorb zurückbleiben können, beispielsweise mit der neuen App-Cleaner-Funktion in den Kaspersky-Lösungen für Verbraucher [5]. Zusätzlich sucht die Funktion nach Überresten bereits gelöschter Anwendungen, unabhängig vom Zeitpunkt der Entfernung, und entfernt diese ebenfalls.
• Zugangsdaten und Finanzinformationen sicher verwalten: Anmeldedaten und Zahlungsinformationen zentral speichern, sicher verwalten und über Geräte hinweg synchronisieren. Ein Passwort-Manager wie Kaspersky Password Manager [6] hilft dabei; alle Zugangsdaten werden in einem sicheren Tresor gespeichert und durch ein einziges Master-Passwort geschützt.
• Starke Passwörter verwenden: Passwörter regelmäßig aktualisieren, einzigartige Zugangsdaten für jeden Dienst verwenden und auf echte Zufälligkeit achten. Hierfür sichere Passwörter generieren, die gängigen Sicherheitsanforderungen entsprechen, beispielsweise mit dem Kaspersky Password Generator [7].

Nützliche Links:
• Kaspersky Premium: https://kas.pr/re3t
• Kaspersky Password Manager: https://www.kaspersky.de/password-manager
• Kaspersky Password Generator: https://password.kaspersky.com/de/

[1] Die Studie wurde im März 2026 vom Marktforschungszentrum von Kaspersky durchgeführt. An der Umfrage nahmen 7.200 Befragte aus 18 Ländern teil: Brasilien, China, Deutschland, Ägypten, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Spanien, Südafrika, Thailand, Türkei und Vietnam.
[2] https://explodingtopics.com/blog/screen-time-stats
[3] https://www.kaspersky.com/blog/passwords-hacking-research-2026/55743/
[4] https://kas.pr/re3t
[5] https://www.kaspersky.de/home-security
[6] https://www.kaspersky.de/password-manager
[7] https://password.kaspersky.com/de/

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