Steigende Anforderungen an Servicequalität, Informationssicherheit und Barrierefreiheit treffen in vielen Verwaltungen auf knappe personelle Ressourcen und gewachsene IT-Landschaften. Damit digitale Prozesse unter diesen Bedingungen tatsächlich entlasten, müssen Informationen sicher erfasst, verarbeitet und dort verfügbar gemacht werden, wo sie benötigt werden.
Auf der Smart Country Convention 2026 präsentiert Canon erstmals an einem eigenen Messestand Lösungen für sichere und durchgängige Informations- und Dokumentenprozesse im öffentlichen Sektor. Vom 13. bis 15. Oktober zeigt das Unternehmen in Halle 26, Stand 510, Anwendungen für Informationsmanagement, Prozessautomatisierung und barrierefreie Dokumente sowie Technologien für moderne Sitzungs- und Konferenzumgebungen.
Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel bislang häufig getrennter Prozessschritte. Denn auch mit zunehmender Digitalisierung bleiben Dokumente, Scan- und Druckprozesse sowie hybride Kommunikationsformate fester Bestandteil vieler Verwaltungsabläufe. Canon verbindet dafür Kompetenzen aus Informationsmanagement und Dokumentenverarbeitung mit Business Imaging und professioneller Videotechnologie. An konkreten Anwendungsszenarien zeigt das Unternehmen, wie sich Informationen sicher erfassen, automatisiert verarbeiten und über unterschiedliche Systeme hinweg nutzbar machen lassen.
Dokumentenprozesse in Sicherheitsarchitekturen integrieren
Mit der Digitalisierung steigt die Zahl der Systeme und Endpunkte, die in IT-Sicherheitskonzepte einbezogen werden müssen. Multifunktionssysteme, Scanprozesse und dokumentenbasierte Workflows verarbeiten dabei häufig sensible oder schutzbedürftige Informationen und müssen entsprechend abgesichert werden.
Canon zeigt auf der SCCON, wie sich Druck- und Dokumentenumgebungen in umfassende Sicherheitskonzepte einbinden lassen. Dazu gehören unter anderem Funktionen für Authentifizierung und Zugriffskontrolle, Netzwerk- und Dokumentensicherheit sowie der Schutz der Geräte selbst. Aktuelle Canon Systeme unterstützen Administratoren zudem dabei, geeignete Sicherheitseinstellungen für die jeweilige IT-Umgebung zu identifizieren und umzusetzen.
Damit folgt Canon einem ganzheitlichen Sicherheitsverständnis: Dokumentenprozesse werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Bestandteil einer IT-Infrastruktur, in der Zugriffe kontrolliert, Berechtigungen begrenzt und Informationen entlang ihres gesamten Verarbeitungswegs geschützt werden.
Automatisierung dort einsetzen, wo sie konkret entlastet
Steigende Fallzahlen und hohe Dokumentenvolumina erhöhen den Druck auf öffentliche Einrichtungen, vorhandene Ressourcen effizient einzusetzen. Automatisierung kann vor allem dort entlasten, wo standardisierte und wiederkehrende Arbeitsschritte heute noch manuell ausgeführt werden.
Dokumente und Informationen lassen sich beispielsweise automatisiert erfassen, klassifizieren, Vorgängen zuordnen und an die zuständigen Stellen weiterleiten. Manuelle Übergaben und wiederkehrende Eingriffe können so reduziert und Bearbeitungsprozesse beschleunigt werden.
Der entscheidende Hebel liegt dabei nicht in der Automatisierung einzelner Aufgaben, sondern in ihrem Zusammenspiel. Erst wenn Informationen systemübergreifend verfügbar sind und Prozessschritte ineinandergreifen, entstehen durchgängige Abläufe. Beschäftigte gewinnen dadurch Freiräume für Aufgaben, bei denen fachliche Bewertung, Entscheidung und persönlicher Kontakt gefragt sind.
Barrierefreiheit in den Prozess integrieren
Mit der Digitalisierung öffentlicher Leistungen wächst zugleich die Bedeutung barrierefrei zugänglicher Informationen. Barrierefreiheit sollte deshalb nicht erst am Ende eines Dokumentenprozesses ergänzt, sondern bereits bei Erstellung und Verarbeitung berücksichtigt werden.
Canon zeigt auf der SCCON, wie sich große Dokumentenmengen automatisiert aufbereiten und in barrierefreie Formate wie PDF/UA überführen lassen. Entsprechende Prozesse können in bestehende Infrastrukturen eingebunden werden und ermöglichen es, Barrierefreiheit auch bei hohen Dokumentenvolumina systematisch umzusetzen.
Damit wird digitale Teilhabe nicht zu einem nachgelagerten Einzelschritt, sondern zu einem festen Bestandteil des Informationsprozesses.
Bestehende IT-Landschaften weiterentwickeln statt neue Silos schaffen
Die Digitalisierung öffentlicher Einrichtungen erfolgt in gewachsenen IT-Landschaften. Neue Anwendungen müssen sich daher in bestehende Fachverfahren, Plattformen und Infrastrukturen integrieren lassen, wenn Digitalisierung nicht zu zusätzlichen Insellösungen führen soll.
Offene Schnittstellen und standardisierte Anbindungen schaffen dafür die Voraussetzung. Sie ermöglichen es, neue Funktionen dort einzusetzen, wo sie einen konkreten Mehrwert bieten, ohne etablierte Systeme vollständig ersetzen zu müssen. So können Informationsflüsse schrittweise verbessert, Medienbrüche reduziert und bestehende Investitionen weiter genutzt werden.
Für Canon ist diese Integrationsfähigkeit ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Digitalisierung: Entscheidend ist nicht die Zahl neuer Anwendungen, sondern wie gut Systeme, Prozesse und Informationen miteinander verbunden sind.
Videokonferenzen in Broadcast-Qualität – vom automatisierten Tracking bis zur Transkription
Auch Sitzungen, Besprechungen und hybride Veranstaltungen sind Teil moderner Arbeitsprozesse. Für entsprechende Anwendungen zeigt Canon auf der SCCON ein automatisiertes Konferenzszenario mit professioneller PTZ-Kameratechnik.
Zum Einsatz kommen unter anderem Canon CR-N300 4K-PTZ-Kameras mit automatisierter Personenverfolgung. In Verbindung mit StackControl lassen sich Kamera- und Audiosignale so orchestrieren, dass beispielsweise aktive Sprecher automatisch erfasst und Kameraperspektiven entsprechend gesteuert werden können. Das reduziert den manuellen Bedienaufwand bei hybriden Besprechungen, Sitzungen und Veranstaltungen.
Ergänzend zeigt Canon Lösungen von media4cast für automatisierte Aufzeichnung, Streaming und Weiterverarbeitung. Gesprochene Inhalte können dabei unter anderem transkribiert und für Dokumentation, Recherche oder Archivierung aufbereitet werden. So wird aus der reinen Übertragung ein integrierter Informationsprozess.
„Digitalisierung wird dort wirksam, wo Informationen sicher fließen“
„Die öffentliche Verwaltung hat bei der Digitalisierung wichtige Fortschritte gemacht. Jetzt geht es darum, aus einzelnen Lösungen durchgängige Prozesse zu schaffen. Verwaltungsdigitalisierung beginnt selten auf der grünen Wiese. Neue Anwendungen müssen sich deshalb nahtlos in bestehende Systeme und Abläufe integrieren lassen. Nur dann können Informationen sicher und ohne unnötige Brüche über Organisations- und Systemgrenzen hinweg genutzt werden – unabhängig davon, ob sie aus einem Dokument, einem Fachverfahren oder einer Sitzung stammen. Genau hier setzt Canon an: Wir verbinden Informationsmanagement, Dokumentenprozesse und Imaging-Technologien, um Verwaltungsabläufe effizienter zu machen und Beschäftigte spürbar zu entlasten“, sagt Kim Thorben Knust, Sales Manager Integrated Printing & Services Group bei Canon Deutschland.
Die Smart Country Convention findet vom 13. bis 15. Oktober 2026 auf dem Gelände der Messe Berlin statt. Canon ist in Halle 26, Stand 510 vertreten.

