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Channel-Ausblick 2026: KI eröffnet neue Wertschöpfungsketten

Ein Gastbeitrag von Hermann Ramacher, Geschäftsführer ADN Distribution GmbH

Die transruptive Superkraft

Künstliche Intelligenz ist längst mehr als ein spielerisches Tool, mit dem sich Bilder oder Texte generieren lassen. Sie ist eine technische Innovation, die den Channel und die gesamte Wirtschaft in eine neue Dimension katapultiert: KI löst bestehende Strukturen auf und schafft Raum für Geschäftsmodelle, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Die Geschwindigkeit, mit der sich KI in alle Bereiche einbettet, ist beispiellos. Laut der Global AI Survey 2025 von Wavestone haben 70 % der Unternehmen KI bereits im Zentrum ihrer Geschäftsstrategie verankert, und 13 % des IT-Budgets sind für KI vorgesehen. Der Trend etabliert sich und reicht von Pilotprojekten hin zur umfassenden Integration in Business-Strukturen. 2026 wird das Jahr, in dem KI nicht nur Prozesse automatisiert, sondern ganze Branchen reformiert.

Virtuelle Desktops und intelligente Assistenten

Die Arbeitswelt ist hybrid und wird immer intelligenter. Virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI) haben den Markt längst erobert − 2026 erleben wir hier die nächste Evolutionsstufe: KI-gestützte VDI-Lösungen, die sich dynamisch an Nutzerverhalten anpassen, Ressourcen optimieren und Sicherheitsrichtlinien automatisiert durchsetzen, werden noch eine gewaltige Schippe auf das VDI-Marktsegment draufsetzen. Standard-Agenten für bestimmte Branchen – etwa für Finanzdienstleister, Gesundheitswesen oder Fertigung – können heute bereits aufgesetzt und individualisiert werden. Ein KI-Agent überwacht beispielsweise regulatorische Vorgaben (z. B. MiFID II), prüft automatisch Dokumente auf Compliance und passt die VDI-Sitzung an Sicherheitsrichtlinien an. In zwei Jahren wird diese Individualisierung so tiefgreifend sein, dass ganze Geschäftsprozesse autonom gesteuert werden. Das bedeutet: weniger manuelle Eingriffe, höhere Effizienz und eine Arbeitsumgebung, die sich in Echtzeit an neue Anforderungen anpasst. Für Reseller eröffnet sich hier ein enormes Neugeschäftspotenzial: Sie können ihren Kunden nicht nur die Infrastruktur liefern, sondern komplette KI-gestützte Arbeitswelten als Service anbieten. Wer heute den Grundstein legt, gestaltet morgen Plattformen, auf denen Unternehmen ihre gesamte Wertschöpfung orchestrieren. Managed Services werden dabei vom Zusatzangebot zum Herzstück einer neuen digitalen Ära.

IT-Sicherheit: von präventiv zu proaktiv

Die Bedrohungslage bleibt hoch, doch die Verteidigung wird intelligenter: KI ist längst integraler Bestandteil moderner Sicherheitsarchitekturen – von Zero Trust bis XDR. Doch 2026 werden sich die KI-gestützten Lösungen von reiner Vorhersage hin zu autonomer Security weiterentwickeln. Sie werden nicht nur Angriffe erkennen, sondern vollständig automatisiert reagieren und so eigenständig kompromittierte Bereiche isolieren, Patches einspielen und sich selbst heilen. Und das ganz ohne menschliches Eingreifen. Diese „Self-Healing Networks“ reduzieren Reaktionszeiten auf Sekunden und machen klassische Incident-Response-Prozesse obsolet.

Parallel dazu entsteht eine neue Verteidigungsstrategie: generative KI für aktive Täuschung. Anstatt nur zu blockieren, werden KI-Systeme Angreifer mit sogenannter „Deception Technology“ in dynamische Köder-Umgebungen locken, falsche Datenströme erzeugen und so Ressourcen der Angreifer binden. Diese „Generative Defense“ verwandelt Security von einer passiven Schutzmauer in ein aktives Spielfeld, auf dem Unternehmen stets die Oberhand behalten.

Für den Channel bedeutet das, dass sich Managed Security Services vom reaktiven Schutzschild zu hochautomatisierten, intelligenten Plattformen entwickeln. Sie werden nicht mehr als Zusatzleistung wahrgenommen, sondern als Kernbestandteil einer resilienten Unternehmensstrategie. Wer früh eigene KI-gestützte Service-Modelle entwickelt, schafft nicht nur technologische Mehrwerte, sondern wird zum vertrauenswürdigen Navigator in einer zunehmend regulierten und komplexen Bedrohungslandschaft.

Automatisierung, Orchestrierung und digitale Souveränität

Die Cloud bleibt das Schwergewicht im Channel, doch ihre Spielregeln ändern sich. Multi-Cloud-Umgebungen herrschen in den meisten Unternehmen vor, aber ihre Verwaltung ist komplex. KI wird helfen, diese Komplexität zu reduzieren, indem sie nicht nur Workloads orchestriert, sondern auch Kosten, Energieverbrauch und Performance in Echtzeit optimiert.

Automatisiertes Tenant-Management und intelligente Skalierung sind keine Vision mehr, sondern gelebte Praxis. Gleichzeitig gewinnt die souveräne Cloud an Bedeutung: Unternehmen – insbesondere in regulierten Branchen – verlangen nach Lösungen, die Datenschutz, Compliance und nationale Sicherheitsstandards (NIS-2, DORA oder dem Cyber Resilience Act) sowie Unabhängigkeit garantieren. KI wird hier zum entscheidenden Faktor, um diese Anforderungen dynamisch umzusetzen und gleichzeitig die Vorteile globaler Cloud-Infrastrukturen zu nutzen.

Für Reseller bedeutet das: Sie können ihren Kunden nicht nur Cloud-Ressourcen bereitstellen, sondern ein Ökosystem, das sich selbst optimiert und zugleich die digitale Souveränität wahrt. Das steigert nicht nur die Effizienz, sondern eröffnet neue Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden Umsätzen.

Channel-Ausblick: 2026 mehr KI-Integration wagen

Die tiefe Einbettung von KI in Industrien wird 2026 neue Horizonte eröffnen. Ob Produktion, Logistik, Energie oder Gesundheitswesen – überall entstehen intelligente Agenten, die branchenspezifische Prozesse automatisieren und Entscheidungen beschleunigen. Die Fertigungsindustrie beispielsweise braucht KI für autonome Produktionssteuerung und vorausschauende Wartung, während Logistik und Energie durch dynamische Prozessautomatisierung und Effizienzsteigerung neue Maßstäbe setzen. Gerade regulierte Branchen gewinnen durch souveräne Cloud- und KI-Lösungen, die Datenschutz und nationale Standards garantieren.

Für die Wirtschaft bedeutet das stärkenden Rückenwind: KI wird nicht nur Effizienz steigern, sondern Innovationen ermöglichen, die ganze Wertschöpfungsketten transformieren. Für den Channel heißt das: Partner müssen sich jetzt als Enabler positionieren, um diese Chancen zu nutzen. Für Reseller, die branchenspezifische Expertise mit KI-Know-how verbinden, entstehen die größten Wachstumschancen. Doch die Einbettung von KI in Unternehmensprozesse ist kein oberflächliches Upgrade, sondern eine tiefgreifende Transformation. Reseller, die ihren Kunden echten Mehrwert bieten wollen, müssen bereit sein, sich in die branchenspezifischen Arbeitsabläufe ihrer Kunden einzudenken. Denn nur wer die Prozesse versteht, kann KI so implementieren, dass sie nicht nur automatisiert, sondern optimiert und Innovationen ermöglicht. Dieses Wissen erfordert die Fähigkeit, Industrieprozesse zu analysieren, sie mit KI neu zu denken und in skalierbare Lösungen zu überführen. Genau hier setzen spezialisierte Ausbildungsstätten wie die ADN Akademie an, die gegründet wurden, um Resellern und Systemhäusern das Rüstzeug für diese neue Ära zu geben. Wer sich dort aus- oder fortbildet, erhält nicht nur technisches Wissen, sondern strategische Kompetenz – eine elementare Grundlage, um in den kommenden Jahren das volle Geschäftspotenzial von KI auszuschöpfen.

Mein Fazit ist, dass 2026 das Jahr der Entscheidung wird: Reseller, die jetzt in Know-how investieren, werden die Architekten der digitalen Zukunft. Wer zögert, bleibt Zuschauer.

www.adn.de

Dipl.-Oec. Hermann Ramacher ist Gründer und Geschäftsführer von ADN Distribution GmbH aus Bochum. Gemäß der These „IT neu denken“ ist er ein Vorreiter der Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen und der performanten und sicheren ortsunabhängigen Arbeit. Aus den Medien kennt man ihn als visionären Märkte-Macher, der sich seit mehr als 30 Jahren mit zukunftsfähigen Technologien beschäftigt, bzw. diese im In- und Ausland aufspürt und als Innovationen in sein Distributionsportfolio aufnimmt. Mit großem Erfolg: 2024 vermeldete der Value Added Distributor mit 280 Mitarbeitenden einen Umsatz von über 840 Mio. Euro.

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