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DEALERS ONLY im Gespräch mit Yasin Imren, Landitec

Yasin Imren, Head of Sales Department, Landitec Distribution GmbH
Yasin Imren, Head of Sales Department, Landitec Distribution GmbH

DEALERS ONLY: Herr Imren, als Distributor für Netzwerkausstattung vertreiben Sie nicht nur Network Appliance Hardware, sondern ganze Industrielle-Appliance- und Open-Source-Appliance-Lösungen. Was spricht besonders für die Open-Source-Software?

Yasin Imren: Der Einsatz von Open-Source-Lösungen in Unternehmen und Behörden in Deutschland nimmt rasant zu. Dies ist zum einen darin begründet, dass Open-Source-Lösungen Transparenz beim Quellcode bieten. Der transparente Quellcode ermöglicht es, bedenkliche Kommunikation der Software zu erkennen, oder auch direkt Änderungen an der Software vorzunehmen.

Ein weiterer Aspekt für Open Source ist sicherlich auch die Flexibilität gegenüber kostenpflichtiger Lösungen. Oftmals ist es aber auch eine finanzielle Entscheidung, da die Anschaffungskosten und Betriebskosten im Vergleich zu kommerziellen Lösungen extrem niedrig sind. In den meisten Fällen ist die Open Source Software kostenlos. Die Projektführer der Open-Source-Lösungen erheben lediglich Gebühren für Telefon- und E-Mail-Support.
Als Beispiel liegen die Kosten bei einer kommerziellen Firewall-Lösung der mittleren Größe auf drei Jahre gerechnet bei ca. 28.000 EUR (Anschaffung und Wartung). Eine vergleichbare Lösung inklusive Hardware – und Software-Support der Open-Source-Projektführer kos­tet bei Landitec allerdings nur 2.800 EUR. Also über 90 Prozent günstiger als die kommerzielle Variante.

DO: Welche Open Source Lösungen bieten Sie vorinstalliert auf Ihren Appliances an?

YI: Wir arbeiten stets daran, weitere Open-Source-Lösungen mit unseren Appliances zu evaluieren. Aktuell bieten wir folgende Open-Source-Lösungen an: pfSense, OPNSense, IPFire und Untangle. In den nächsten Wochen wird Smooth­wall noch hinzukommen. Wenn es für Kunden ein absolutes „must-have“ gibt, sind wir jederzeit gesprächsbereit und freuen uns über jegliches Feedback.

DO: Worum handelt es sich bei der Produktgruppe scope7 und woraus besteht sie?

YI: Die scope7-Produkte sind unsere Appliances, die wir mit Open Source Lösungen vorinstalliert anbieten. Hier war es unser Ziel, eine mit kommerziellen Lösungen vergleichbare Produktfamilie anzubieten. Mit den scope7 Appliances können wir jedem Kunden die richtige Appliance für jede Netzwerkgröße anbieten.

DO: Welche Services bieten Sie zu den mit Open-Source-Software vorinstallierten Produkten an?

YI: Die scope7-Produkte bieten wir wahlweise mit Garantie-Erweiterungen, Support Package (vorab Austausch, 4 Stunden Reaktionszeit), oder auch mit Support Package Plus (drei Jahre Hardware Support, inkl. Cold-Standby-Appliance, 4 Stunden Reaktionszeit) mit bis zu fünf Jahren an.

DO: Wie stellen Sie die Qualität und Zuverlässigkeit Ihrer Produkte sicher? Welche Services garantieren Sie Ihren Kunden vor dem Versand?

YI: Das ist ein sensibles Thema für uns. Wir bestehen auf höchste Qualität bei unseren Produkten.
Alle Appliances, die unsere Hallen verlassen, gehen vorab in einen 24 Stunden Burn-In-Test und werden immer von mindestens drei Mitarbeitern gründlich geprüft. Das nennen wir das „Sechs Augen Prinzip“ und läuft wie folgt ab: System und Komponenten werden auf Funktionalität geprüft, Schrauben und Haltemechanismen werden geprüft, Komplettabnahme durch QS-Leiter. Des Weiteren pflegen wir gute Beziehungen zu Herstellern, die es uns durch langfristige Partnerschaften ermöglichen, Produkte über deren EOS-Termin anzubieten.

DO: Welchen Qualitätsanspruch erfüllen Ihre Produkte und können Sie diesen belegen?

YI: Wir haben in den Jahren 2013 und 2014 mit unseren Produkten eine Ausfallquote von unter 0,6 Prozent erreicht. Das war beachtlich, da in der Branche mindes­tens 2-3 Prozent üblich sind. Seit 2015 bis heute haben wir dabei eine weitere Verbesserung verzeichnet und liegen mittlerweile unter 0,5 Prozent. Dies haben wir neben unserer QS-Abteilung auch dem Wechsel von „24/7 2,5″- HDDs“ zu „Intel Server-Grade SSDs“ zu verdanken.

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